Gutes tun im Angesicht des Bösen (Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen Mt.13,24ff)
Warum lässt Gott das Böse in der Welt zu? In dieser Predigt geht es um Jesu Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Matthäus 13). Botanisch handelte es sich dabei um den giftigen Taumellolch, der dem Weizen anfangs täuschend ähnlich sieht.
Die Predigt zeigte: Der menschliche Reflex, das Böse radikal „ausrotten“ zu wollen, hat historisch oft nur noch mehr Unheil angerichtet. Jesu Botschaft ist eine andere: Wir sollen das Gericht getrost Gott überlassen. Das ist kein Aufruf zur Passivität, sondern eine Einladung, unsere gesamte Energie in das Wachstum des Guten zu stecken und das Böse mit Gutem zu überwinden. Doch der Acker liegt auch in uns selbst. Die Welt ist nicht schwarz-weiß; in unserem eigenen Herzen wachsen Weizen und Unkraut oft dicht nebeneinander. Während Gott auf dem Acker der Welt erst am Ende aufräumt, möchte er in unserem Herzen heute schon verändern. Erlauben wir dem Heiligen Geist, Lieblosigkeit oder Zorn auszureisen, damit Platz für gute Taten entsteht.